Argentinien – die letzte Etappe

Von Miramar am „Mar Chicita“ fuhr ich weiter durch den flachen Landschaften der schier endlose Pampa. Das war zwar nicht unbedingt sehr spannend aber auch nicht langweilig. Es sind dann oftmals die kleinen Details, welche mir während der Fahrt auf den geraden Straßen auffielen. Zu den Bauernhöfen führten lange gerade Zufahrtswege. Selbst die überwucherte und wohl nicht mehr benutzten Eisenbahnschienen zeigten keine kurven. Aber die Landschaft änderte sich allmählich, von Graslandschaft zu Busch und später Wald. Und die verschiedensten Vogelarten waren zu sehen und zu hören.

Ich besuchte den Nationalpark „Parque Nacional el Chaco“. Hier habe ich reichlich und sehr unterschiedliche Vogelarten gesehen. Kleine Rehe ließen sich ebenfalls blicken. Nur waren leider die dort lebenden Brüllaffen offenbar gerade nicht zuhause, sondern nur als Wandgemälde zu sehen.

Eigentlich wollte ich noch Paraguay besuchen. Aber die Entfernungen waren dann doch zu weit. Kurz vor der Grenze endschied ich mich direkt in Richtung Uruguay zu fahren. Die Zeit bis zu meinem Abflug Anfang Juni war zu knapp. Es hatte in der Region wohl vorher viel geregnet. Oder das Regenwasser kam vom Inland. Viele Felder waren überflutet, so dass die Kühe stehend im Wasser grasen mussten.

Ich erreichte die Großstadt Corrientes. Der „Rio Paraguay“, welcher die Grenze zwischen Argentinien und Paraguay bildet, mündet etwas weiter nördlich in den „Rio Paraná“. Eine lange Brücke verbindet die Städte Resistencia und Corrientes. An der schönen Strandpromenade von Corrientes konnte ich den Nachmittag und die Nacht verbringen.

Yapeyú ist ein kleiner Ort am „Rio Uruguay“. Der Freiheitskämpfer José de San Martin ist hier geboren. Die Ruinen seines Hauses, in dem er mit seine Frau lebte, ist als Museum zu besichtigen. Er war ein südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer, der auch dazu beitrug, dass Chile und Peru ihre Unabhängigkeit bekamen.

Die letzte Nacht in Argentinien verbrachte ich am „Rio Uruguay“. Auf der anderen Seite des Flusses war Brasilien in Sichtweite. Am darauf folgenden Tag reiste ich über Uruguaiana in Brasilien ein.

Ich bin ungefähr 12.000 Kilometer in mehr als 2 Monaten durch Argentinien gereist. Ich erlebte so unterschiedliche Naturgebiete über die verschiedenen Klimazonen hinweg, von Buenos Aires bis nach Feuerland, vom Atlantischen Ozean bis in das Andenmassiv, der fantastische Nordwesten mit den Hochebenen und der wilden freien Natur, die endlose Pampa, und eine bezaubernde Faune und Flora, mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Einwohnern.
Mach es gut, Argentinien. Vielen, vielen Dank für dieses bleibende Erlebnis!
„Adiós Argentina! Fue maravilloso visitarte!“.