Uruguay – Rückreise und Reisepause

Ich verließ Argentinien, und fuhr über die Stadt Uruguainana dann eine kurze Transitstecke von ungefähr 100km durch Brasilien, weiter nach Uruguay. Im Gegensatz zu Argentinien und Chile, ist Uruguay eher ein kleines und unspektakuläres Land. Es gibt keine Berge, keine besondere Naturgebiete. Die Natur bietet wenig Überraschungen. Während meiner Fahrt konnte ich einen leichten Wandel der Landschaft erkennen. Von flachen Graslandschaften wurde es etwas hügliger, und es gab mehr Wald. Und, wie auch in den Nachbarländern, sah ich reichlich unterschiedliche Vogelarten. Im Allgemeinen war es ein ruhiges und unaufgeregtes Land. Und da ich während der Reise durch Argentinien und Chile sehr viele sensationelle Landschaften erlebt hatte, war mein Reiseerlebnisbedarf gesättigt. Deswegen fühlte ich mich hier sehr wohl.
Im Norden Uruguays befinden sich ein paar Thermalquellen. In einen davon, den „Termas del Arapey“, verbrachte ich 3 Nächte, genoss das warme Wasser, und nutzte die Zeit „Hausi“ vom Dreck und Staub der Reise zu befreien.

Uruguay produziert 95% seiner elektrischen Energie aus den regenerativen Quellen Wasser, Wind, Sonne und Biomasse.

Es ist ein Agrarland. Sehr große Felder werden mit riesigen Traktoren bewirtschaftet. Soja wird für den Export produziert. Im Norden sah ich Orangenplantagen. Aber der wichtigste Anteil im Export in der Landwirtschaft ist das Rindfleisch. Rund 12 Millionen Rinder leben im Land. Das sind 3 bis 4 Rinder pro Einwohner.

Zugstrecken haben wohl Großteils ausgedient. Und einige alte Fahrzeuge auch. Denn in der Nutzung der Elektromobilität ist Uruguay in Südamerika führend.

Es war nun Ende Mai und hier auf der südlichen Halbkugel bereits Herbst, die Tage somit kurz und kühl, die Nächte lang und frisch.

Colonia del Sacramento war für mich einen Umweg wert. Es ist eine gemütliche kleine Stadt am Rio de la Plata, mit schönen restaurierten Kolonialgebäuden, und angenehmen Plätzen.

Neben Montevideo bietet es viel Kunst. Eine Fähre verbindet die Kleinstadt mit Argentiniens Hauptstadt, Buenos Aires, auf der anderen Seite des Rio de la Plata. Der Besuch von vielen Touristen, sowohl aus Argentinien als auch aus anderen Ländern, sorgt für eine angenehme Atmosphäre und genügend Restaurantbetrieb.

Ich verbrachte meinen letzten schönen Abend am Yachthafen.

Im Nebel des nächsten Morgen fuhr ich nach Montevideo. „Hausi“ wurde auf einem Langzeitparkplatz untergestellt. Am 2. Juni 2026 flog ich nach Deutschland.
„Hasta la vista“ Uruguay! In rund 4 Monaten werde ich zurückkommen.